Die drei Säulen des Qigong

Energie gewinnen ist einfach: auch wer tanzt, joggen geht oder einen Waldspaziergang unternimmt oder an einer Blüte schnuppert, fühlt sich anschließend meistens energetisiert. Die Energie anschließend einzuspeichern, das macht Qigong zum Qigong, habe ich gelernt. Wie das?

Manches Konzept ist für unser Üben und das dafür nötige Verständnis hilfreich. Darauf gehe ich in meinem Buch „Die Kraft des Qigong. Gleichgewicht in allen Lebenslagen“ ein.

Zum Beispiel: Wie regulieren wir uns überhaupt? Nämlich fünffach.

Die fünffache Regulation Wu Tiao

Mit unseren Qigong-Übungen wollen wir uns gerne ausgleichen. Genau  genommen erzielen wir eine fünffache Regulation – Wu Tiao. Diese umfasst Körper, Atem, Geist, Bewusstsein und Qi. Ob nun mit äußerlich stillen oder bewegten Übungen – diese gleich fünffache Regulation geschieht unwillkürlich und simultan. Die beschriebene Lehraussage über die fünffache Regulation durch Qigong ist also beschreibender Art. Diese Regulation findet unentwegt statt, auch wenn Sie abends auf dem Sofa sitzen und einen Krimi schauen. Auch dann regulieren wir Körper, Atem, Geist, Bewusstsein und auch Qi – nur eben auf nicht ganz so gedeihliche
Weise, wie in aller Regel mit Qigong. Auch bei der Arbeit, im Auto, an der Kasse im Supermarkt und natürlich bei freudigen Aktivitäten wie etwa im Kreis unserer Lieben, Familie und Freunden, beim Schnuppern an einer Blume oder einem guten Essen regulieren wir uns fünffach.

Die drei Säulen des Qigong

Sie haben von den fünf Ebenen gelesen, die wir zugleich regulieren. Drei davon – Körper, Atem und Geist – werden auch als die drei Säulen des Qigong bezeichnet. Sie sind es, die wir im Qigong nutzen und durch Qigong auch schulen. Je nach Ziel üben wir beim Qigong Körperhaltungen ein und entwickeln körperliche Fähigkeiten. Wir setzen den Atem im Qigong ein, um Ruhe und Entspannung oder auch Konzentration und Aufmerksamkeit zu bewirken – und verbessern dabei unsere Atemfähigkeit und vertiefen die Atmung. Unseren Geist trainieren wir darauf, präsent bei der Übung zu sein.
Ein in jeder Hinsicht aufmerksamer und dabei entspannter, friedlicher  Zustand ist dabei einerseits Ziel und andererseits auch Voraussetzung fürs Qigong.

Das und noch einiges mehr lesen Sie in „Die Kraft des Qigong. Gleichgewicht in allen Lebenslagen“ aus dem Meyer & Meyer Verlag – dort zuzüglich Versandkosten und im Buchhandel erhältlich.

Neben zahlreichen Übungen für jeden Bedarf und auch für Anfänger wie fortgeschrittener Übende, auch etwa aus dem Taijiquan oder einer Kampfkunst geht es darin beispielsweise auch um Yin und Yang als Prinzipien unseres Übens, mehr theoretisch den Begriff des Qigong und was dieses Qi überhaupt sein soll sowie die fünf Wandlungsphasen, praktisch über das Polarisieren oder auch Rujing als den idealen Übungszustand.

Midia Nuri: Die Kraft des Qigong, Verlag Meyer & Meyer