Meditation ist besser als Urlaub

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Wer Zeit hat, macht Urlaub, wer keine Zeit hat, meditiert halt täglich eine Viertelstunde. Diesem Tipp von Forschern der Universität Groningen schließe ich mich gern an. Die Psychologen haben in einer Studie herausgefunden: Schon 15 Minuten Meditation am Tag haben denselben Anti-Stress- und Erholungseffekt wie ein Urlaubstag. Der Effekt auf die Stimmung ist nach Erkenntnis der Forscher sogar besser, als die des Urlaubstags.

Und: Wer auf Dauer täglich 15 Minuten meditiert, habe noch mehr davon. Das ist ein schönes Forschungsergebnis und offensichtlich wohl auch ein Zufallsfund. So eine Studie denkt man sich ja auch wohl kaum aus, bei der ein Teil der Versuchszeit im Alltag und ein Teil im Urlaub verbracht wird. Die Versuchsgruppe ist mit 40 Probanden klein. Interessant ist die Studie trotzdem. Sie weist von allen sonstigen Ergebnissen her in dieselbe Richtung wie vorherige, größere Studien rund um die gut erforschte Achtsamkeitsmeditation

Einzahlung auf unser Energiekonto

Es ist, als würden wir Geld auf unser Konto einzahlen, habe ich in meiner Qigong-Ausbildung über die Meditation gelernt. Etwas ganz ähnliches sagte kürzlich Adam Mizner über das Taijiquan: „Doing taiji is like putting dollars to the bank for later.“

Es ist also im wahrsten Sinne gut investierte Zeit.

Für die wir uns auch noch aussuchen können, was uns am meisten Freude macht: Meditation, Taijiquan oder Qigong – oder gleich alles. Viele der gesundheitlichen Effekte sind bei all diesen Methoden gleich oder zumindest hinreichend ähnlich. Und wie ich weiß, wird in der psychologischen und medizinischen Forschung Taijiquan bereits seit Jahren durch Befragungen im Rahmen von Studien miterfasst. Es zählt als eine Art der Meditation – zumindest was gesundheitliche und psychische Effekte betrifft. Wir können also tun, was wir wollen. Eine Übersicht über aktuelle Erkenntnisse rund ums Qigong findet sich hier oder auch hier und hier.

Atmen und absenken

All unsere Methoden geben uns etwas an die Hand, mit dem wir an unseren zivilisatorischen Problemzonen ansetzen können: zuviel im Kopf, zu viel Unruhe im Herzen, zu flacher Atem, zu hohe Spannung. Und ganz viel davon hat mit möglichst vollständigen Atmen zu tun. Und mit Absenken und ins Fließen bringen von Energie. Das üben wir in der Meditation, wie auch im Qigong und Taijiquan. Wir senken so unser Stressniveau und verbessern Gesundheit und Wohlbefinden.

Falls Sie demnächst aber auch mal Urlaub machen, wünsche ich Ihnen trotzdem gute Erholung und eine schöne und glückbringende Zeit. Und natürlich schließt das eine das andere nicht aus: üben und urlauben.

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