Die Harten in den Garten

Nur die Harten kommen in den Garten – das könnte so etwas wie ein Motto für die insbesondere in Herbst und Winter angesetzten Kurse im Wiesbadener Kurpark sein. Allerdings: In den Garten zu gehen – um mal im sprachlichen Bild zu bleiben: das macht ja eigentlich überhaupt erst hart.

Wir müssen nicht schon hart sein, um draußen zu trainieren – das werden wir dann schon. Draußen zu üben härtet uns ab, natürlich nur mit der richtigen Kleidung. Und auf Muskeln und Sehnen müssen wir bei kühlem oder kaltem Wetter natürlich auch etwas besser aufpassen, als in der warmen Jahreszeit. Aber dann ist es gut gegen Infekte, das merke ich auch selbst: Seit Jahren schrecken mich selbst Schnee und Eis nicht davon ab, öfter zum Trainieren rauszugehen. Mit Wollsocken, Thermounterwäsche und einer Mütze – Handschuhe ziehe ich meistens dann aus – geht das gut. Und ich war jahrelang nicht erkältet, wohingegen es mich dann im vergangenen Januar förmlich niedergestreckt hat, nachdem ich zuvor öfter mal wochenlang nicht draußen trainiert hatte. Das war zwar wohl – und da steckt man dann vielleicht nicht drin – eine echte Grippe, also nicht bloß einer dieser freundlichen kleinen viralen Infekte mit ein bisschen Schnupfen und vielleicht Husten, sondern mehr die Fieber-Gliederschmerzen-Keule. Die dafür dann wiederum auch rasch wieder weg war.

Ich merke jedenfalls seit Jahren: Es härtet ab, öfter draußen zu trainieren. Und ich bin da auch Fan von.

Am besten ab Herbst öfter raus

Am besten fangen wir im Herbst damit an, draußen zu üben. Im Januar oder Februar mit der persönlichen Draußen-Saison loszulegen, ist für das Wohlbefinden und wahrscheinlich auch die Gesundheit wohl eher grenzwertig.

Im Qigong habe ich zum Beispiel über das Luo Han Gong gelernt, die Mönche (Shaolin) üben es traditionell zumindest draußen mit freiem Oberkörper – beginnend spätestens im Herbst und dann gern auch den Winter hindurch. Davon nehme ich selbst gern Abstand, und auch die Wim Hof-Methode muss es für mich persönlich nicht sein.

Mein Fazit wäre aber durchaus auch: Letzte Ausfahrt raus wäre jetzt.

Donnerstags Taiji …

Es gibt auch eine Gelegenheit dafür: Ich habe den Taijiquan-Kurs (Tai Chi) am Donnerstagnachmittag – der auch gern in einen Dauer-Wochenkurs übergehen darf, wenn daran Interesse besteht – mal zur Auswahl zweifach neu angesetzt: wie gehabt für donnerstags 15 bis 16.30 Uhr draußen im Wiesbadener Kurpark. Die frühe Uhrzeit ist zum Winter hin schon wegen des Sonnenstands nötig.

Ich bin bekennender Draußen-Fan und freue mich über alle, die da mittun wollen.

Aber ihr habt die Wahl.

…draußen oder drinnen?

Parallel dazu biete ich nämlich nun als Alternative eine zweite Kursvariante an: drinnen und ein bisschen später am Tag. Wegen der vielen Berufstätigen, die um diese Zeit vielleicht eher können und auch all jenen, die grundsätzlich lieber drinnen üben, könnte der Taijiquan-Kurs also auch donnerstags von 16.55 bis 18.25 Uhr in der Dantestraße 9 im Studio für Steptanz „Fiddle & Feet“ stattfinden – in der Nähe des Wiesbadener Hauptbahnhofs.

Wählt bitte aus

Wie gesagt: Stattfinden wird nur einer der beiden Kurse. Bitte gebt mir am besten gleich bei der Anmeldung Euren Wunsch an und am besten bitte gleich auch, ob die Alternative ebenfalls gebucht wird – für den Falls, dass die Wunsch-Variante nicht zustandekommt.

Wer sich für die Draußen-Variante entscheidet: Je nach Wetter- und Befindenslage können wir in den kalten Monaten vereinzelt oder auch phasenweise auch mal reingehen. Da müssen wir mal schauen, wie hart wir – auch je nach Wetterlage – dann wirklich sind…

Also geht mal in euch – und dann gerne: raus. Oder halt eben doch lieber rein? Wie ihr wollt: Die Zahl der Anmeldungen entscheidet.

Wer jetzt schon draußen einsteigen möchte, kann hierfür gern Interesse anmelden: Die Draußen-Variante wird  voraussichtlich zumindest an einigen Donnerstagen schon vorher stattfinden.

Atmen für die Immunabwehr

Abschließend noch ein Tipp: Atmet zwischendurch (gern regelmäßig) mal einige Minuten oder Atemzüge lang bewusst länger aus als ein – ohne Druck, entspannt und möglichst vollständig, also den gesamten Bauch- und Brustraum ausdehnend.

Die verlängerte Ausatmung soll unser Wei-Qi stärken, also unser Schutz-Qi oder auch die Abwehrkräfte. Nebenbei hilft es auch bei der Entgiftung und beruhigt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.