Ab nach draußen II

Die Zeit für Mützen ist definitiv nun vorbei. Nun stellen sich beim Training draußen andere Fragen.  Beim Schutz vor Wetter geht es nun um Hitze. Und vielleicht Mücken. Und Sonnenschutz.

Nach wie vor ist draußen Trainieren eine feine Sache und machen wir das auch mit dem ein oder anderen Kurs – heute etwa geht der Qigong-Kurs 12 Brokate im Kurpark wieder los. Das mit den Glückshormonen und dank Bäumen und üppiger Blumen auch der erhöhten Sauerstoffaufnahme bleibt uns in der warmen Jahreszeit erhalten – beziehungsweise gewinnt dann eigentlich erst an Intensität, verglichen mit der kahlen Winterlandschaft.

Fürs Training draußen empfiehlt sich jetzt:

  • Sonnenschutz: Um 18 oder auch 19 Uhr strahlt die Sonne nicht mehr so stark auf uns herab. Wer empfindliche Haut hat, sollte trotzdem zumindest leichten Sonnenschutz auftragen. Die Haut an Nase, Stirn, Wangenknochen, Lippen und auch Ausschnitt wird es danken.
  • Kleidung: Lernen von den Beduinen – leichte, luftige, weite und eher lange Kleidung tragen – hilft gegen Hitze.
  • Schuhe: Ich empfehle leichte Schuhe aus Segeltuchmaterial. Das können handelsübliche Sneakers sein. Und es gibt auch diverse Kungfu-/Taiji-/Taekwondo-Schuhe insbesondere, die sich hier eignen, zum Beispiel von Feiyue, Kwon oder Shuang Xing (Vorteil: deutlich abriebfestere Sohle) zum Beispiel bei wu designs.
    Tipp: Ich behalte die Schuhe auch bei schönem Wetter meist an, auch wegen tieffliegender Bienen, auf die man leicht tritt. Wer mag, kann natürlich auch barfuß im Park üben. Aber Vorsicht: Selbst im Kurpark habe ich von dutzendfachem Befall mit kleinsten Zecken die gesamte Beinlänge hoch nach Barfußlaufen über die Wiese gehört. Also: anschließend gut die Haut absuchen. Ist besser.
  • Jacke/Shirt: Was zum Drüberziehen kann je nach Wetter auch im Sommer nicht schaden – gerade beim Taijiquan schwitzen wir ja auch. Und das Wetter kann doch zum Abend hin auch mal kühler oder etwas windiger werden. Langes T-Shirt oder vielleicht auch mal eine Kapuzenjacke ist daher gutes Gepäck.
  • Wertsachen: Und auch zu dieser Jahreszeit natürlich wieder: Wertsachen soweit möglich zuhause oder im Kofferraum lassen.

Ich freu mich auf’s Training. Drinnen und draußen.

Ab nach draußen

Das Wetter lässt zum Glück nun doch hoffen, dass wir am kommenden Donnerstag nicht bis zu den Knöcheln im Schnee einsinken werden. Es riecht bereits zart nach Frühling. Ich freue mich daher besonders auf das Training im Wiesbadener Kurpark, das bald beginnt.

Draußen zu üben ist eine feine Sache. Es liegt auf der Hand: Wir atmen frische Luft. Die Naturgeräusche und auch das allmählich wieder sprießende Grün tun uns gut, das haben Studien bestätigt. Die Luft ist dank der Bäume um uns herum reicher an Sauerstoffionen, auch das hilft unserer Gesundheit. Und wenn die Sonne hervorkommt, bilden wir auch wieder auf natürlichem Weg das für die Aufnahme von Calcium in die Knochen unbedingt notwendige Vitamin D. Üben im Freien Studien kurbelt zudem einer Studie zufolge die Produktion von Glückshormonen stärker an, als drinnen zu üben.

Viele gute Gründe also für Qigong und Taijiquan im Freien.

Wichtig ist allerdings, dass wir uns gut einpacken. Also auch wenn die Sonne scheint, empfehlen sich für die kühle und auch Übergangszeit möglichst:

  • eine warme und winddichte Jacke,
  • Wollsocken in den Trainingsschuhen
  • bei kaltem Wetter außerdem lange Unterwäsche unter der Trainingskleidung.

Ich persönlich bin Fan von Mützen und kann diese nur wärmstens empfehlen. Wind ist nach traditioneller chinesischer Medizinlehre (TCM) die „Speerspitze aller Krankheiten. Vor ihm sollten wir uns also auch und gerade beim Training von Qigong und Taijiquan gut schützen.

Bei dann sicher demnächst auch rasch wieder wärmer werdendem Wetter hat sich bei mir zum Wechseln eine Steppweste sehr bewährt – sehr empfehlenswerter Teil eines sinnvollen Zwiebellooks im Wechsel mit dann vielleicht beim Training auch mal zu warmer Winter- beziehungsweise Windjacke.

Und noch ein Tipp: Wertsachen am besten zuhause oder im Büro bzw. Auto lassen. Wir legen sie zwar stets so, das sie im Blick und dadurch auch zumindest etwas geschützt sind – aber sicher ist sicher.